Quellen

Alle Texte, die in den Essays eine Rolle spielen — zur Orientierung für den, der tiefer lesen will.

Primärtexte

  1. Platon: Politeia, ca. 375 v. Chr. — Buch IV, 433a (Übers. Schleiermacher) und 443c–e (Übers. Apelt), im Essay zitiert. Erwähnt in Dafür bin ich nicht zuständig, Synoikismos in Rhodos
  2. Aristoteles: Politik, ca. 330 v. Chr. — Buch II, 1261a: gegen Platons Einheit der Polis, im Essay referiert. Erwähnt in Synoikismos in Rhodos
  3. Verwaltungsverfahrensgesetz: [§ 42a VwVfG — Genehmigungsfiktion](https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/__42a.html) — die Grundnorm des Essays: Dreimonatsfrist, Bestimmtheitserfordernis, Bestätigung auf Verlangen; im Essay paraphrasiert. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  4. Sozialgesetzbuch IX: § 185 SGB IX — Sechswochenfrist des Integrationsamts, greift nur bei gebundenen Entscheidungen; der Einstiegsfall des Essays. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  5. Gewerbeordnung: § 6a GewO — Dreimonatsfrist für Erlaubnisse nach §§ 34b, 34c und 55; im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  6. Europäische Union: Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt — Art. 13 Abs. 4: „gilt die Genehmigung als erteilt"; Ursprung der deutschen Regelung. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  7. Verordnung über die Bildung von Kollegien der Rechtsanwälte, 1953 — vom 15. Mai 1953, GBl. DDR 1953, S. 725; die Norm, die den freien Anwalt in der DDR durch das Kollegium ersetzte. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  8. Strafgesetzbuch der DDR, 1968 — vom 12. Januar 1968, GBl. DDR Teil I Nr. 1, S. 1; im Essay Art. 4 und § 244. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  9. Beamtenstatusgesetz: [§ 36 BeamtStG — Verantwortung für die Rechtmäßigkeit](https://www.gesetze-im-internet.de/beamtstg/__36.html) — die Remonstrationspflicht als heutiges Gegenstück. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  10. Rousseau, Jean-Jacques: Vom Gesellschaftsvertrag, 1762 — Buch II, Kap. 3 (der allgemeine Wille ist beständig der richtige, die Volksbeschlüsse sind es nicht) und Kap. 4 (der Rechtshandel zwischen Einzelnem und Gemeinwesen, ohne Gesetz und ohne Richter); zitiert nach der Übersetzung von H. Denhardt, Leipzig 1880. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte
  11. Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik, 1952 — vom 23. Juli 1952, GBl. DDR 1952, S. 613; mit der Überleitung auf die Bezirke fallen die Verwaltungsgerichte weg. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte
  12. Verwaltungsverfahrensgesetz: [§ 35 VwVfG — Begriff des Verwaltungsakts](https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/__35.html) — der Verwaltungsakt als einseitige Regelung. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte
  13. Verwaltungsgerichtsordnung: [§ 40 VwGO — Rechtsweg](https://www.gesetze-im-internet.de/vwgo/__40.html) — Teil der Kontrollarchitektur über der Verwaltung. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte
  14. Grundgesetz: [Art. 19 Abs. 4 GG — Rechtsschutzgarantie](https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_19.html) — wer durch die öffentliche Gewalt verletzt wird, dem steht der Rechtsweg offen. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte

Bücher

  1. Arendt, Hannah: Macht und Gewalt, 1970 — prägt den Begriff der „Herrschaft des Niemand" (dt. Piper 1970), im Essay referenziert, nicht wörtlich zitiert. Erwähnt in Dafür bin ich nicht zuständig
  2. Lück-Schneider, Dagmar / Kirstein, Denis (Hrsg.): Verwaltungsethik – Selbstverständnis und Themenfelder in Lehre, Forschung und Praxis an den FHöD, 2013 — Beiträge aus dem Fachbereich Allgemeine Verwaltung, Heft 17 (HWR Berlin); die im Essay zitierten Stimmen (Faust, Wüstner, Lege, Prümm, Simon, Adomeit) sind hierüber erschlossen, nicht im Original gelesen. Erwähnt in Der Paragraphen-Automat und die Maxime
  3. Kant, Immanuel: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785 — AA IV, 421 (BA 52); der kategorische Imperativ, im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Der Paragraphen-Automat und die Maxime
  4. Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft, 1922 — Rechtssoziologie; das Bild vom „Paragraphenautomaten", im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Der Paragraphen-Automat und die Maxime
  5. Kelsen, Hans: Reine Rechtslehre, 1934 — Kap. 4 a, „Die Norm als Deutungsschema"; im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Der Paragraphen-Automat und die Maxime
  6. Nagel, Thomas: Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie, 1987 — Kap. 6 (Der freie Wille): Torte-vs-Pfirsich-Beispiel und die Passagen zum freien Handeln, im Essay mehrfach wörtlich zitiert. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  7. Freud, Sigmund: Das Ich und das Es, 1923 — Es, Ich und Über-Ich; im Essay referiert, nicht wörtlich zitiert. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  8. Adler, Alfred: Der Sinn des Lebens, 1933 — Gemeinschaftsgefühl und die drei Lebensaufgaben; im Essay referiert. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  9. Sartre, Jean-Paul: Der Existentialismus ist ein Humanismus, 1946 — „zur Freiheit verurteilt"; im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  10. Sartre, Jean-Paul: Das Sein und das Nichts, 1943 — Teil I, Kap. 2: mauvaise foi, der schlechte Glaube. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  11. Searle, John R.: Speech Acts. An Essay in the Philosophy of Language, 1969 — die Sprechakttheorie; Grundlage der Deklaration als Sprechakt. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  12. Searle, John R.: The Construction of Social Reality, 1995 — die Konstitutionsregel „X gilt als Y im Kontext K", im Essay namentlich angeführt. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  13. Gysi, Gregor: Ein Leben ist zu wenig. Die Autobiographie, 2017 — aufgezeichnet von Hans-Dieter Schütt; Aufbau Verlag, Taschenbuchausgabe 2019, ISBN 978-3-7466-3520-0; im Essay S. 102, 131 und 174. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  14. Arendt, Hannah: Persönliche Verantwortung in der Diktatur, 1964 — Vortrag; in: Nach Auschwitz. Essays & Kommentare 1, Edition Tiamat, Berlin 1989. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat

Aufsätze

  1. Elbe, Ingo: „das Böse, das von Niemanden begangen wurde" — Hannah Arendts Konzept der „Herrschaft des Niemand", im Essay wörtlich zitiert. Erwähnt in Dafür bin ich nicht zuständig
  2. Libet, Benjamin u. a.: Time of conscious intention to act in relation to onset of cerebral activity (readiness-potential), 1983 — Brain 106 (1983), Heft 3, S. 623–642; das Bereitschaftspotential-Experiment, im Essay referiert. Erwähnt in Frei im Paragraphen
  3. Searle, John R.: A Taxonomy of Illocutionary Acts, 1975 — in: Language, Mind and Knowledge; hier erst die fünf Klassen mit den Deklarationen und den Anpassungsrichtungen, auf denen der Essay aufbaut. Erwähnt in Der Antrag gilt als genehmigt
  4. Haus der Geschichte: [Rudolf Bahro — Biografie (LeMO)](https://www.hdg.de/lemo/biografie/rudolf-bahro.html) — Lebenslauf und Verfahren, Grundlage der Falldarstellung. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  5. Stasi-Mediathek: Plädoyer von Gregor Gysi im Prozess gegen Rudolf Bahro — Begleittext zur Quelle. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat
  6. Ulbricht, Walter: Die Staatslehre des Marxismus-Leninismus und ihre Anwendung in Deutschland, 1958 — Referat auf der Babelsberger Konferenz am 2./3. April 1958, in: Neue Justiz 12 (1958), Heft 7; im Essay referiert. Erwähnt in Der Staat, der sein Verwaltungsrecht abschaffte

Online

  1. [Rudolf Bahro — Texte und Dokumente](https://www.ddr89.de/texte/bahro.html) — Materialsammlung zum Verfahren. Erwähnt in Der Verteidiger im eigenen Staat