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Frei im Paragraphen

Argumentationsstruktur des Essays

flowchart TD
  T["These: Das Ermessen verspricht dem Beamten<br>Freiheit — doch ob er wirklich frei wählt,<br>bleibt unbeweisbar. Was bleibt, ist die Verantwortung"]

  A1["Ermessen: 'kann' statt 'muss' — das Gesetz<br>lädt den Beamten ein, selbst abzuwägen"]
  A2["Nagel, Torte vs. Pfirsich: War die Wahl je<br>offen — oder stand sie längst fest?"]

  P1["Determinismus: man kann nie anders handeln —<br>die Umstände entscheiden. Folge:<br>niemand ist verantwortlich"]
  P2["Willensfreiheit: man hätte anders gekonnt —<br>aber ohne Wünsche und Charakter ist die<br>Wahl nicht mehr die eigene"]
  P3["Sackgasse: ist der Determinismus wahr, sind die<br>Umstände verantwortlich — ist er falsch,<br>ist es nichts"]
  P4["Kompatibilismus: frei ist, wer aus eigenen<br>Wünschen handelt — doch ganz determiniert<br>wäre er eine Marionette"]
  P5["Libet, Freud, Adler: das Gehirn ist dem<br>Bewusstsein voraus, Unbewusstes und Prägung<br>lenken — sie stützen den Determinismus"]
  P6["Sartre kehrt es um: der Beamte ist zur Freiheit<br>verurteilt — 'Das ist Vorschrift' ist mauvaise foi,<br>Flucht vor der Verantwortung"]

  E1["Einwand: Libets Veto war kein echtes Veto —<br>kein wirklicher Entscheidungsprozess,<br>der Abbruch stand schon fest"]

  S["Schluss: Ob frei oder determiniert bleibt<br>unbeweisbar — die Verantwortung des Beamten<br>bleibt. Ob er will oder nicht"]

  T --> A1
  T --> A2
  A1 --> P1
  A2 --> P1
  A2 --> P2
  P1 --> P3
  P2 --> P3
  P3 --> P4
  P1 --> P5
  E1 -.-> P5
  P4 --> P6
  P5 --> P6
  P4 --> S
  P6 --> S
  E1 -.-> S
Argumentation als Text
  1. These: Das Ermessen verspricht dem Beamten Freiheit — doch ob er wirklich frei wählt, bleibt unbeweisbar. Was bleibt, ist die Verantwortung stützt Nr. 2 — Ermessen; Nr. 3 — Nagel, Torte vs. Pfirsich
  2. Ermessen: 'kann' statt 'muss' — das Gesetz lädt den Beamten ein, selbst abzuwägen stützt Nr. 4 — Determinismus
  3. Nagel, Torte vs. Pfirsich: War die Wahl je offen — oder stand sie längst fest? stützt Nr. 4 — Determinismus; Nr. 5 — Willensfreiheit
  4. Determinismus: man kann nie anders handeln — die Umstände entscheiden. Folge: niemand ist verantwortlich stützt Nr. 6 — Sackgasse; Nr. 8 — Libet, Freud, Adler
  5. Willensfreiheit: man hätte anders gekonnt — aber ohne Wünsche und Charakter ist die Wahl nicht mehr die eigene stützt Nr. 6 — Sackgasse
  6. Sackgasse: ist der Determinismus wahr, sind die Umstände verantwortlich — ist er falsch, ist es nichts stützt Nr. 7 — Kompatibilismus
  7. Kompatibilismus: frei ist, wer aus eigenen Wünschen handelt — doch ganz determiniert wäre er eine Marionette stützt Nr. 9 — Sartre kehrt es um; Nr. 11 — Schluss
  8. Libet, Freud, Adler: das Gehirn ist dem Bewusstsein voraus, Unbewusstes und Prägung lenken — sie stützen den Determinismus stützt Nr. 9 — Sartre kehrt es um
  9. Sartre kehrt es um: der Beamte ist zur Freiheit verurteilt — 'Das ist Vorschrift' ist mauvaise foi, Flucht vor der Verantwortung stützt Nr. 11 — Schluss
  10. Einwand: Libets Veto war kein echtes Veto — kein wirklicher Entscheidungsprozess, der Abbruch stand schon fest Einwand gegen Nr. 8 — Libet, Freud, Adler; Nr. 11 — Schluss
  11. Schluss: Ob frei oder determiniert bleibt unbeweisbar — die Verantwortung des Beamten bleibt. Ob er will oder nicht